Geschichte und Über uns
Der Tschardakenhof
Auf den Spuren bäuerlichen Lebens im 19. Jahrhundert. Mit dem Tschardakenhof konnte ein seltenes unverfälschtes Zeugnis typischer kleinbäuerlicher Architektur im heutigen Mittelburgenland erhalten werden.
«Urlaub mit Geschichte»
Der denkmalgeschützte Tschardakenhof zählt zu den wenigen erhaltenen historischen Streckhöfen im Burgenland. Als Zeugnis pannonischer Baukultur erzählt er von der Lebens- und Wirtschaftsweise vergangener Generationen und verbindet heute Geschichte mit zeitgemäßem Urlaubskomfort.
Die kulturhistorische Bedeutung des Hofes wird auch in einem eigenen Wikipedia‑Artikel zum Tschardakenhof beschrieben.
Benannt nach dem hölzernen Klein- und Trockenspeicher für Mais, der Tschardake, lässt sich die Geschichte des Tschardakenhofs bis ins Jahr 1829 zurückverfolgen. Die regelmäßigen Hochwasser der Ragnitz hatten die systematische Umsiedlung der Ortschaft Lutzmannsburg an ihren heutigen Standort notwendig gemacht. Zu den ersten Gebäuden, die vor Ort errichtet wurden, zählte der Tschardakenhof, der bis heute als einer der wenigen charakteristischen Vertreter eines Hoftypus erhalten werden konnte, der im Mittelburgenland des 19. Jahrhunderts weit verbreitet war, dem so genannten Streckhof.
Die Besonderheit dieser landwirtschaftlichen Bauform bestand darin, dass die Wohn-, Stall- und Scheunentrakte nicht getrennt, sondern unmittelbar aneinander angrenzend ausgeführt wurden. Mit dieser Einheit von Wohn- und Wirtschaftsräumen spiegelte der Streckhof auch die bäuerliche Lebensweise des 19. Jahrhunderts wider, die eine strikte räumliche Trennung von Arbeits- und Wohnbereichen noch nicht kannte.
Heute gilt der Streckhof als charakteristische Bauform des pannonischen Raums und als wichtiger Bestandteil der regionalen Baukultur. Viele dieser Höfe sind im Laufe der Jahrzehnte verschwunden. Umso bedeutender ist der Erhalt historischer Streckhöfe wie des Tschardakenhofs für das kulturelle Erbe des Burgenlands.
In seiner langen und wechselvollen Geschichte blieb der Tschardakenhof von den Modernisierungsschüben des 20. Jahrhunderts weitgehend verschont. Zwischenzeitlich fungierte er sogar als Heimatmuseum und Jugendzentrum, ehe er 2017 unter Denkmalschutz gestellt wurde. Im Frühjahr 2021 begannen wir mit der behutsamen Renovierung und Instandsetzung des Gebäudes.
Bei der Revitalisierung stand nicht die vollständige Modernisierung im Vordergrund, sondern der respektvolle Umgang mit der historischen Bausubstanz. Ziel war es, möglichst viele originale Elemente zu erhalten und gleichzeitig einen Ort zu schaffen, der heutigen Ansprüchen an Komfort und Aufenthalt gerecht wird.
Der Erhalt bestehender Gebäude und die Weiterverwendung historischer Strukturen sind für uns auch Teil eines verantwortungsvollen Umgangs mit Ressourcen und ein wichtiger Beitrag zum Erhalt regionaler Baukultur.
Aus den ehemaligen Wohn- und Wirtschaftsräumen entstanden fünf luxuriös ausgestattete Appartments, in deren Grundriss und Bezeichnung ihre ursprüngliche Funktion erhalten geblieben ist. Die Namen „Anger“, „Weinkeller“, „Viecherei“, „Hofstatt“ und „Troadkasten“ verraten, wo früher gewohnt, Wein gemacht, Pferde gehalten und Getreide gelagert wurde.
Der Aufwand hat sich gelohnt. Im Dezember 2021 wurde der Tschardakenhof mit dem Sonderpreis für die Erhaltung der Streckhöfe im Burgenland ausgezeichnet. Die Auszeichnung würdigt nicht nur die architektonische Bedeutung des Hofes, sondern auch das Engagement für den Erhalt einer historischen Bauform, die das Ortsbild und die Geschichte des Mittelburgenlands über Generationen geprägt hat. Mehr zur baugeschichtlichen Einordnung findet sich im Wikipedia‑Artikel „Tschardakenhof “.
Was unseren Gästen von nun an das angenehme Gefühl gibt, nicht nur gut, sondern ausgezeichnet zu wohnen.
«Häufige Fragen zum Streckhof»
Was ist ein Streckhof?
Eine historische Hofform, bei der Wohn- und Wirtschaftsräume längs hintereinander angeordnet sind.
Aus welchem Jahr stammt der Tschardakenhof?
Der Tschardakenhof stammt aus dem Jahr 1829.
Ist der Tschardakenhof denkmalgeschützt?
Ja, der Hof ist denkmalgeschützt.
Warum ist der Erhalt historischer Bausubstanz nachhaltig?
Weil bestehende Gebäude weitergenutzt und regionale Baukultur bewahrt werden.
Kann man heute im historischen Streckhof wohnen?
Ja, die ehemaligen Wohn- und Wirtschaftsräume wurden zu fünf Appartements revitalisiert.
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